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Small Isles 2026

Sea Kayak Tour zu Eigg und Muck 

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Part II 2026

Unser Wunsch für den zweiten Teil der Reise 2026: Puffins sehen...


Für die Treshnisch Inseln, wo die Puffins sicher an ihren Brutplätzen zu sehen wären, hat es aber zu viel Wind in der Prognose. Wir hoffen auf Canna, oder zumindest in der Nähe von Canna...

In unserem gemütlichen Pod in Mallaig planen wir die nächsten Tage.
So variabel wie die Wetterprognosen sind auch unsere Pläne.

Die Zonen der stärkeren Winde verschieben sich täglich. Unser Wunschziel Canna mit seinen Puffins hingegen hat konstant viel Wind. Zudem sagt die  Prognose viel Regen voraus... wir planen, wandern, prüfen den Wetterbericht und planen neu.

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Schliesslich planen wir auf Nummer sicher bezüglich Wetter und weniger sicher bezüglich Puffins: Von Mallaig durch den Sound of Sleat, durch Kyle Rhea, zu den Inseln Raasey und allenfalls Rona. Die Tour liegt zum Grossteil im Windschutz von Skye und beim Uags Mountain Bothy könnten wir wohl sogar ins Häuschen, wenn dies denn nötig sein sollte.

 

Doch am Morgen vor dem Start entscheiden wir uns aufgrund der wiederum veränderten Windprognosen um: Eigg und vielleicht sogar Muck sehen nun realistisch aus!

 

Der neue Plan ist nun: Mallaig - Sleat - Eigg … dann je nach Wetterentwicklung zurück nach Arisaig - Mallaig oder sogar Muck - Ardnamurchan - Arisaig - Mallaig. Wir werden flexibel bleiben müssen. Inzwischen sind wir aber gut erholt und bereit für die Herausforderung bei nicht ganz ruhigen Prognosen, die Small Isles anzupeilen.

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Day 1: 15.5.2026

Wir starten erst am Nachmittag, weil der Wind gegen 16 Uhr von 4-5 Bft auf 3 Bft abnehmen soll und gleich als Erstes die Querung von Mallaig nach Sleat ansteht.

Es zeigt sich, dass es gut war die Boote am Steinstrand im Hafen von Mallaig frühzeitig zu packen. Das Wasser steigt bei Springs schnell und ebenso schnell verschwindet unser Strand… so dass wir schliesslich etwas früh - ein wenig gehetzt - bereits in den Booten sitzen...

Wir überqueren die Hafeneinfahrt, um die Bedingungen im Sound of Sleat zu sehen. Die beiden Paddler, die und bei der Hafenmündung entgegen kommen meinen „quite bouncy out there“... 
Für einen Chat haben wir hier nun aber keine Zeit, denn hinter uns steht die Armadale-Fähre im Hafen und vor uns hat es noch immer etwas mehr Wind und Wellen als wir es uns wünschen würden. 

Doch ein kurzer Blick zueinander - OK? Ja! Wir sind auf "GO"!

 

Schnell gewöhnen wir uns an die Bedingungen, kommen gut voran und fühlen uns sicher. Hinter uns sticht die Fähre nach Armadale in den Sound.

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Nach ca. 6 km drehen wir leicht südlich ab, um den Mitwind besser nutzen zu können. 


Trotz eisig kalter Hände ist es ist toll, der Küste von Sleat im Südwesten der Isle of Skye entlang zu paddeln. Wir umrunden den Point of Sleat, um am nördlichen Strand anzulanden. Wir kennen diese wunderschöne Halbinsel von unserer Tour 2022 und "unser" Plätzchen ist noch genau so perfekt wie damals. 

Noch immer ist es windig und nun beginnts auch noch zu nieseln. Schnell bauen wir das Zelt auf und - noch im Trockenanzug - auch das Tarp.

Doch dann verziehen sich die Wolken wieder und wir haben einen super Abend mit Sonnenschein!

 

Vor dem Schlafen wandern wir zum Lighthouse und schauen übers Meer hinüber zur Insel Rum, welche wir 2022 bei unserer Skye-Umrundung spontan besuchten. Diesmal ist unser Ziel Eigg, ein paar Kilometer weiter südlich. Während sich die letzten Sonnenstrahlen am Horizont verabschieden, spazieren wir zurück zu unserem Zelt.
Was für ein Privileg, an diesem aussergewöhnlichen Ort sein zu dürfen!
 

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Day 2: 16.5.2026

Frühstart: 5.30 Wecker, 7.30 los
Um 7.30 sitzen wir in den Booten, um vor den Fähren die 11 km Querung zu Eigg zu machen. Diesmal haben wir den Fahrplan der Fährenrouten, die wir queren werden, im Griff.

 

Es herrschen beste Bedingungen: leichter Schiebewind und etwas Gezeitenunterstützung. Wunderbar.

Nach ein paar Kilometer Querung fliegen im Eiltempo zwei Puffins über uns hinweg. Wir jubeln: da sind sie ja!

 

Noch wissen wir nicht: es werden die einzigen bleiben, die wir diesmal sehen werden...

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Bei Eigg angekommen machen wir am Steinstrand am NO Zipfel neben Eilean Thuilm eine kurze Pause im Boot, Anita macht sich bereits hinter ihren Zwipf - knapp 2 Std. nach dem Porridge zum Frühstück! Die kalte Nacht und Temperaturen von ca. 5-8 Grad tagsüber brauchen Energie - dies macht sich auf Dauer bemerkbar.


Die beiden Sandstrände bei Cleadale sowie die Küste mit tollen Steinformationen sind wild, wunderschön und beeindrucken uns.

 

Bei flachen moosbedeckten Steinen steigen wir für eine Pippipause aus. Wieder in den Booten - Anita kämpft noch mit dem Kelp und braucht etwas länger, um sich frei zu paddeln! - queren wir die Bucht und folgen bei sehr ruhigen Bedingungen der Küste zur Westseite von Eigg.


 

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Die klare Sicht über den Sound zu den Klippen der Südküste von Rum weckt weitere Erinnerungen an unsere Umrundung von Rum und Skye vor 4 Jahren.


Von der Westküste Eigg aus sehen wir schon die Insel Muck - ca. 6 km weg. Doch wir entscheiden uns dagegen, heute noch die Umrundung anzuhängen - trotz der idealen Bedingungen. Es wären zusätzliche 25 km, was uns einen 60 km Tag beschert hätte.

 

Und Anita freut sich schon auf Kaffee und Kuchen im Coffeeshop in Galmisdale!

Die markante Form von Eigg ist auch von der Westküste aus eindrucksvoll. Schichten von Lavagestein, die vertikal aneinander gereiht wie gemauert scheinen, bilden eine Art horizontalen Stein-Deckel der grünen Grashügel.
 

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Bevor wir an Eilean Chathastail vorbei paddeln und südwestlich des Piers am Sandstrand anlanden, fische ich noch einen WC Ring aus dem Wasser und lade ihn auf mein Hinterdeck.
Unglaublich, was die Leute im Meer "verlieren"!

Beim Pier stehen einige Autos in einer Kolonne, um die Fähre nach Mallaig zu nehmen. Zufällig ist ein Mann mit Pickup dabei, der mit Abfall von den Stränden beladen ist. Er nimmt auch meinen WC Ring und einen grossen Plastikbeutel, den Anita rausgefischt hat, mit. Anerkennend nickt er und bedankt sich bei uns für unseren Einsatz! 

Bei Galsmisdale ist auf der Karte ein Campsite eingezeichnet - wir finden von der Frau im Shop bald heraus, dass es sich um die Grasfläche gegenüber dem Pier handelt „ you can wild camp there for free 🙂“ meint sie, und wir könnten die Duschen und WC /Abwaschanlage neben dem Shop benützen. Klingt gut!
 

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Wir paddeln um den Pier herum - die Bucht neben dem Pier ist trocken, da noch Ebbe ist - hier können wir nicht anlanden. Auch beim 2. möglichen Strand ist der Weg zur Grasfläche noch sehr weit...


Um unsere Boote nicht so weit schleppen zu müssen, beschliessen wir nicht sofort anzulanden und uns einzurichten sondern auf die Flut zu warten.

 

Wir nutzen die Zeit, um auch die Ostküste zu erkunden und paddeln Richtung Norden. Auch die zunehmende Strömung fliesst in diese Richtung, daher achten wir darauf, nicht zu weit zu gehen. Nach ca. 4 km drehen wir um. Da tauchen 2 Otter auf! Der eine schwimmt geradewegs auf uns zu - ganz nahe zwischen unseren Kajaks! 

Zurück vor unserem Campsite schieben wir das Anlanden nochmals raus. Zum einen beginnt es gerade zu nieseln, was nicht sehr reizvoll ist, um ein Zelt aufzustellen. Zum anderen steht das Wasser immer noch nicht so hoch.


Nach der Umrundung von Eilean Chathastail hat sich das Nieseln leider in handfesten Regen verwandelt - der Alptraum jeder Paddlerin… nass und etwas ausgekühlt im Regen anlanden, Zelt aufstellen, umziehen!

 

Doch nun gibts kein Herausschieben mehr und zumindest müssen nun nicht weit schleppen.

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Zum Glück haben wir unser Tarp dabei, um erst unser Gepäck aus den Booten trocken zu halten und anschliessend ein Vordach an unserem Zelt zu errichten. Inzwischen regnet es nämlich dauerhaft in Strömen.


Im Zelt können wir endlich in trockene warme Kleider wechseln und Anita kocht unter dem Tarp den "Not- 2 Minuten Reis" mit Linsen.
Wir geniessen es, trocken, warm und satt zu sein 😊 während es aufs Zelt prasselt, dann tröpfelt... oh aufgepasst, der Regen lässt nach!


Die kurze Regenpause gibt uns Zeit, um aus dem Zelt zu springen und die Abendtoilette zu erledigen. Den Abwasch verschieben wir auf Morgen, denn sehr schnell strätzt es wieder…


Wir schlafen gut und trocken nach diesem verrückten Tag. Und kurz vor dem Einschlafen meint Anita zufrieden und ein bisschen stolz:
Wir sind auf Eigg, in den Small Isles!

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Day 3: 17.5.2026

Für heute Sonntag ist der Wetterbericht nicht gerade berauschend. Regen und Wind solls geben. Beim Aufwachen prasseln dann auch noch immer Tropfen auf unser Zelt und der Wind rupft am Tarp. Wir studieren die Prognosen der nächsten Tage, planen unsere weitere Route und hoffen auf eine trockene Phase für einen Spaziergang auf der Insel.

 

Als die Sonne (was für ein Segen!) auf typisch schottische Weise am Nachmittag die Wolken verdrängt, nutzen wir die Gelegenheit, um unsere Ausrüstungen im starken Wind zu trocknen und erkunden den Südteil der Insel zu Fuss.

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Eigg hat eine interessante Geschichte. Seit 1997 wird die Insel im Auftrag der dort lebenden Gemeinde von der Ilse of Eigg Heritage Trust verwaltet. Damals beschafften die Bewohner die finanziellen Mittel, um die Insel zu kaufen. Man spürt förmlich diesen innovativen Geist. Bis 2030 sollen keine fossilen Energiequellen mehr genutzt werden. Wind, Wasser- und Sonnenenergie sowie die Umstellung auf eine energieeffiziente Infrastruktur sollen zum Ziel "carbon net zero" führen. 

Schade, dass wir zu spät merken, dass Pub und Coffeeshop am Sonntag Ruhetag haben! Es wäre schön gewesen, dort einen Cappuccino zu geniessen und mit den Locals in Kontakt zu kommen. Zum Glück öffnet der Lebensmittel Laden am Pier am Nachmittag für ein kurzes Zeitfenster. Wir ergänzen dort unsere Vorräte für das Abendessen und für die nächsten Tage.

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Day 4: 18.5.2026

 

Wenn alles klappt, gibt es einen "über 50 k" Paddeltag heute. Unser Ziel ist Port Achadh an Aoinaich, nordöstlich der Ardnamurchan Peninsula - einer der schönsten Übernachtungsplätze überhaupt! Wir kennen den Ort von unserer Tour in 2019 - damals sind wir zufällig darauf gestossen. 

 

Vorher wollen wir Muck umrunden und der Nordküste von Ardnamurchan entlang paddeln - beide Strecken sind "firsts" für uns. Ich bin voller Vorfreude und ein bisschen aufgeregt, als wir kurz nach 8 Uhr auf der Südseite von Eigg auf den "Gezeitenzug" aufspringen.

 

Zügig queren wir die 5 km zur kleinen aber feinen Insel Muck, deren Westküste mit der ordentlichen Dühnung noch wilder und abgelegener ist, als diejenige von Eigg. Westlich von uns liegt das offene Meer.

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Auch an der Südküste tost und saugt die Dühnung an den Felsen. Die einzige sichere Stelle für eine Pause vor der Querung nach Ardnamurchen, ist der Hafen "Port Mor" im Südosten. Wir finden eine Route mit sicherem Abstand durch die Riffs und biegen ins ruhige Gewässer von Port Mor ein. Hier checken wir den Windbericht nochmal und stärken wir uns, bevor wir die 10 km südlich nach Sanna Point auf der Ardnamurchen Peninsula in Angriff nehmen.

Wenig Wind und ca. 1 Meter Swell sind tolle Bedingungen für die Querung! Wunderbar.

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Unterwegs werden wir nebst den "üblichen Verdächtigen" Gillimots, Razorbills und Möven noch von hunderten von Manx Shearwaters inspiziert - wenn diese Vögel aufkreuzen ist man wirklich auf dem offenen Meer!

Knapp 4 km vor dem Festland zweifeln wir kurz an unserer Peilung. Ist der grosse Felsen vor uns Sanna Point oder derjenige weiter links? Dank Anitas GPS-Navigation klären wir dies aber schnell und nach etwas mehr als einer Stunde Querung erreichen wir die Bucht östlich von Sanna Point. Hier geniessen wir unsere wohlverdiente Mittagsverpflegung im Boot.

Wir sind noch 22 km von unserem Tagesziel entfernt und paddeln in Richtung Osten zwischen Fascadale und Kilmory der Nordküste der Ardnamurchan Peninsula entlang.

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Im Augenwinkel fällt mir plötzlich ein schwarzer Mast (denke ich) auf - weit draussen auf dem Meer. Ich schaue mich um, er ist weg. Dann wieder ein schwarzes langes Dreieck... ist es ein dunkles Segel...?

Es verschwindet wieder. Hab ich mich getäuscht?

 

Ich rufe Anita - sie hat nichts gesehen. Hmm. Doch dann - wieder! Plötzlich merke ich - das ist eine Finne - und zwar eine sehr sehr grosse! Da ist es nochmal - endlich realisieren wir - es ist ein Orca!

 

Wir drehen unsere Bootsnasen in die Richtung der Finne, die immer wieder in einer runden, ruhigen Bewegung auftaucht und wieder verschwindet. Wir sehen den weissen Fleck am Rücken und ab und zu auch die Schwanzflosse an der Wasseroberfläche verschwinden. Was für ein Moment... ehrfürchtig und fasziniert halten wir Ausschau.

 

Ein Nature-Watch Motorboot ist in der Nähe - der Skipper und lediglich eine weitere Person sind an Bord. Sie schauen auch ganz gespannt dem Orca zu und driften zurückhaltend, um nicht zu stören.

Nach einigen Runden in unserer Nähe entfernt sich der Orca langsam in Richtung Muck und verschwindet schliesslich zwischen den Inseln.

 

Der Skipper vom Nature-Watch Boot winkt uns zu und grinst, als er an uns vorbei fährt - "right time, right place, eh?" wir winken lachend zurück. Was für ein unglaublicher Moment! Und welch ein Privileg, von unseren Kajaks aus einem Orca zu begegnen!

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Später erfahren wir, dass wir "John Coe" gesehen haben. Er und Aquarius, ein zweiter Artgenosse, wurden in diesen Tagen wiederholt in diesen Gewässern gesichtet. Die HWDT (Hebridian Wale and Dolphin Trust) folgen den beiden seit langem. Orcas können am weissen Fleck hinter der Dorsal Finne sowie an der Form der Finne identifiziert werden. Die zwei wurden in Schottland, Irland und auch an der Südküste von England gesichtet und sind leider die beiden letzten einer Orca-Familie - der "west coast Community".

 

Wir paddeln weiter, noch ganz "geflasht" von diesem Erlebnis.

 

In einer Trinkpause sehe ich wieder ein Finne vor uns - ich schreie auf und verschlucke mich an meinem Wasser... Anita lacht "ja, ja - scho guet" und ich nein - wirklich! da ist ein Minke Whale! Zum Glück taucht er nochmals auf und Anita sieht, dass ich keinen Blödsinn erzähle...

Die Fotos der schnell gezückten Kamera werden nicht super - aber wir geniessen den Moment extrem, das ist viel wichtiger als Bildmaterial. Keine halbe Stunde nach der Orca-Begegnung taucht jetzt noch ein Minke Whale vor unseren Nasen auf! Was ist das für ein Tag!

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Die Strecke bis nach Port Achadh an Aoinaich zieht sich nach dieser ganzen Aufregung - wir haben heute schon viel Energie verbraucht.

 

Endlich landen wir an unserem Traumplätzli an - es ist noch genau so wie vor 7 Jahren. Doch da steht bereits ein Zelt... Ein junges Paar aus Glasgow stellt sich uns vor - sie sind zu Fuss gekommen und verbringen 2-3 freie Tage hier. Er meint sie hätten "a wee bit of rain" gehabt gestern, ja etwas mehr als "a wee bit" würde ich meinen, sage ich 🙂.

Unser Zelt ist schnell aufgestellt, kurze Wäsche im Meer, bevor wir unser Znacht mit der Wahnsinns-Aussicht geniessen.

In der Nacht soll starker Wind aufkommen und morgen ab ca. 10 Uhr auf etwa 4-5 Bft nachlassen. Für Mittwoch/Donnerstag ist dann sehr viel Wind angekündigt. Es wird klar, wir sollten das Zeitfenster nutzen, um morgen zurück nach Mallaig zu kommen. Ansonsten sitzen wir ein paar Tage hier im Regen und Sturm fest.

Wenigstens müssen wir nicht in aller Frühe aufstehen und packen - ich bin froh, nach diesem langen Tag genug schlafen zu können.

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Day 5: 19.5.2026

 

Anita hat Geburtstag!! Ein kurzer feierlicher Moment mit den Cupcakes, die ich seit Beginn dieser Tour in meinem Skegkasten mit "geschmuggelt" habe. Im Wind an diesem Morgen habe ich keine Chance draussen Geburtstagskerzen anzuzünden, deshalb mache ich dies ganz vorsichtig im Zelt und Anita pustet sie dann - ganz verschreckt - sofort wieder aus ... (Nachahmung nicht empfohlen!)

 

Die weiteren Feierlichkeiten müssen warten - wir konzentrieren uns auf die Planung von heute. Können wir die Querung über den Sound of Arisaig und zurück nach Mallaig wagen? Wir denken ja und machen uns auf den Weg.

 

Bei Samalaman Island entscheiden wir, weiter in Richtung Loch Ailort zu paddeln. Dadurch ergibt sich zwar ein längerer Weg aber eine kürzere Querung. Die direktere Querung über den Sound of Arisaig nach Norden erscheint uns riskant, zumal die Strömung zunimmt und wir dagegen halten müssten, um nicht raus aufs Meer in Richtung Eigg geschoben zu werden.

 

Bei Ardnish drehen wir ab in Richtung Borrodale Islands und der Nordküste des Lochs. Wind und zunehmende Wellen unterstützen uns zu Beginn angenehm von hinten, diese drehen aber allmählich zu Seitenwellen, als wir die südliche Halbinsel von Arisaig (Eilean a Ghaill) anpeilen.​​​

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Es regnet schon seit unserem Aufbruch heute morgen, doch nun kommt eine dichte Nebelwand auf uns zu. Eigg in der Ferne ist schon lange verschwunden, jetzt sehen wir aber Eilean a Ghaill auch nicht mehr. Wir drehen nach Norden ab - näher ans Ufer, um die Orientierung nicht zu verlieren. Der Wind hat zugenommen, die Wellen schlagen höher. Wir sind froh, immer wieder in bewegteren Bedingungen trainiert zu haben - das kommt uns jetzt zugute! Nach einer Weile löst sich die Nebelwand auf - und wir sehen wieder, wo wir hin wollen. Sehr gut!

 

Beim "South Channel" biegen wir zu den karibisch-artigen Inseln - den Skerries von Arisaig ein. Das Meer ist hier windgeschützt und ruhig. Karibisch sind heute aber höchstens die Sandstrände - die Temperaturen und der Regen sind definitiv schottisch!

Mallaig ist jetzt nicht mehr weit... wir halten unsere Mittagsrast kurz, da es nach wie vor regnet und wir ohne Bewegung schnell auskühlen. Mit dem sinkenden Wasserstand der Ebbe navigieren wir zum North Channel und zum Ausgang der Inselgruppe - hier biegen wir nach Norden ab, um die letzten 10 km anzupacken. Ein leichter Rückenwind und Strömung unterstützt uns, wie angekündigt lässt der Wind nach, und - so schön - es hört auf zu regnen! 

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Wie immer wenn eine Tour zu Ende geht - sind die Gefühle gemischt. Dies ist auch bei unserer Ankunft in den Hafen von Mallaig nicht anders. Etwas traurig, dass ein Abenteuer zu Ende geht und gleichzeitig glücklich, dass wir die Small Isles erreicht und erlebt haben und gesund mit so vielen neuen Eindrücken wieder zurück sind.

 

Die Vorfreude auf eine warme Dusche und die Aussicht den folgenden Sturmtag nicht im Zelt verbringen zu müssen, schwingen bei mir ebenfalls mit. 

19 Uhr.. im Auto müssen wir nun nur noch die Unterkunft mit dieser warmen Dusche finden und buchen...

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...hier ist sie 🤣

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Die Statistik...

  • 5 Tage, 1 Pausentag, 4 Paddeltage, 145 km

  • längster Tag: 52 km , kürzester Paddeltag: 15 km

  • längste Querung: 11 km

🤩 gesichtet wurden:

  • 2 Puffins, viele andere Vögel

  • Seals, Otter

  • Orca!!! und ein Minke Whale

gefunden: 1 WC Ring...

Treffpunkt am Zugersee:

Bootsplatz Dersbach
(neben Badi Hünenberg See)

Dersbach

6333 Hünenberg See
 

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